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Tipps & Ratgeber

Das französische Werbeplakat, ein Jahrhundert Illustration

Die Geschichte des französischen Werbeplakats in 4 Epochen: die Belle Époque von Chéret und Mucha, die Zwischenkriegszeit von Cassandre und Broders, die Nachkriegszeit von Savignac und Villemot und die zeitgenössische Renaissance. Die großen Plakatkünstler, die Ikonen und die Gründe für diese anhaltende Begeisterung.

Von Romain Brunel, Gründer von Brunelia Aktualisiert am 5 Min. Lesezeit20 Poster im Artikel

Das französische Werbeplakat, ein Jahrhundert Illustration

Das Wichtigste

  • 56 Poster aus der Kollektion Art-Déco-Poster, die 20 aus dem Artikel in der Tabelle unten.
  • Ab 19,95 € in A4, bis 69,95 € in A0, 5 Formate für jedes Poster.
  • Gedruckt in Europa auf Bestellung, kostenloser Versand ab 59 €.

Die Tabelle

Die 20 Poster auf einen Blick

FotoPosterAusrichtungFormatePreisLink
Poster Frau im Tupfenkleid wählt an der Jukebox einen Song aus Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Frau in goldenem Paillettenkleid unter einem Ballsaal-Kronleuchter Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster glamouröse Frau im schwarzen Kleid mit goldenem Schmuck Querformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Hausfrau, die im Garten ihre weiße Wäsche aufhängt Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Sängerin in rotem Paillettenkleid auf der Bühne eines Kabaretts Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Pilotin und rotes Propellerflugzeug auf einer Graspiste Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Bullauge-Waschmaschine mit pastellfarbenen Sonnenstrahlen Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster elegante Frau mit Hut und Schleier Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Frau im roten Kleid unter einem goldenen Ballsaalbogen Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Plattenspieler vor einer großen untergehenden Sonne Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Silhouette einer eleganten Frau im Etuikleid Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Brooklyn Bridge in Perspektive vom Fußgängerweg aus Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Sonnensystem, Planeten und Saturnringe Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Kolonie unter Glaskuppeln auf einem Planeten Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster verchromtes Mikrofon vor strahlendem Hintergrund Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster elegante Frau mit blumenverziertem Fächer Querformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Hot-Dog-Wagen in einer Straße in New York Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Radfahrer auf der Bahn eines Holz-Velodroms Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Basketballspieler beim Dunk vor Strahlenhintergrund Hochformat 5 Formate ab 19,95 €
Poster Kontorsionistin im Glitzerkostüm auf einem Podest Querformat 5 Formate ab 19,95 €

Poster eines Terrassentischs mit Spaghetti und einem Glas Rotwein, gerahmt an der Wand

Vor dem Fernsehen, sogar vor dem Radio gab es das Plakat. An die Bauzäune von Paris geklebt, in den Bahnhöfen aufgehängt, in den Cafés verteilt: Es kündigte Shows an, pries Aperitifs an und feierte Reisen im Nachtzug.

Fast ein Jahrhundert lang war das Plakat volkstümliche Kunst und wichtigstes Medium zugleich. Von Chéret bis Savignac, über Mucha, Cassandre und Toulouse-Lautrec, beschäftigte es die größten französischen Künstler und hinterließ ein unschätzbares grafisches Erbe. Hier ist seine Geschichte.

Das Poster zu dieser Textstelle

Poster Frau im Tupfenkleid wählt an der Jukebox einen Song aus

ab 19,95 €

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Die Geschichte des französischen Werbeplakats, von Toulouse-Lautrec bis zur PLM

Das französische Werbeplakat entstand Ende des 19. Jahrhunderts. Toulouse-Lautrec, Mucha und Chéret prägten die Grundregeln: weibliche Silhouette, verzierte Typografie, abgestimmte Farbpalette. Im 20. Jahrhundert machten die Bahngesellschaften PLM und SNCF das Plakat zu einem nationalen Werbemittel für den Tourismus. 50 Jahre grafische Innovation, die bis heute den Nährboden für die Brunelia-Poster bilden.

Die Anfänge: die kommerzielle Lithografie (1860-1890)

Das moderne Werbeplakat entsteht um 1860 in Paris mit dem Aufkommen der kommerziell nutzbaren Farblithografie. Jules Chéret ist der absolute Pionier: Er druckt Tausende von Plakaten für Theater, Kabaretts und Luxusprodukte. Seine „Chérette“ (eine leichtfüßige weibliche Figur) wird zur Ikone der Belle Époque.

Das goldene Zeitalter der Belle Époque (1890-1914)

Toulouse-Lautrec, Mucha, Steinlen und Cappiello machen aus dem Plakat in der Belle Époque eine eigenständige Kunstform. „La Goulue“ (Toulouse-Lautrec, 1891), „Job“ (Mucha, 1896) und „Le Chat Noir“ (Steinlen, 1896) werden zu weltweiten Ikonen. Die Signatur des Plakatkünstlers wird so bedeutend wie die eines Malers.

Roger Broders und die PLM-Ära (1922-1932)

Nach dem Ersten Weltkrieg werden Strand- und Bergurlaube für immer mehr Menschen erschwinglich. Die Eisenbahngesellschaft Paris-Lyon-Méditerranée engagiert Roger Broders, der zwischen 1922 und 1932 die rund hundert bekanntesten PLM-Plakate gestaltet. Cassis, Bandol, La Ciotat, Sainte-Maxime: Er erfindet die Formensprache des modernen Reiseplakats.

Cassandre und der geometrische Art déco (1925-1940)

A.M. Cassandre revolutioniert das Plakat in den 1920er und 30er Jahren. Mit „Étoile du Nord“ (1927), „Normandie“ (1935) und „Wagons-Lits“ (1934) führt er kubistische Geometrie, mutige Farbflächen und typografischen Minimalismus ein. Sein Einfluss prägt die Gebrauchsgrafik des ganzen 20. Jahrhunderts.

Loupot, Carlu, Colin: die Vielfalt der Stilrichtungen (1930-1950)

Charles Loupot gestaltet die Plakate für Saint-Raphaël und Nicolas. Jean Carlu erfindet das moderne politische Plakat. Paul Colin setzt Joséphine Baker und den Pariser Jazz in Szene. Jeder Plakatkünstler entwickelt seinen eigenen Stil, doch alle teilen die Palette aus Terrakotta, Gold und tiefem Blau, die das französische Plakat der Zwischenkriegszeit prägt.

Die Nachkriegszeit und der grafische Wandel (1945-1970)

Bernard Villemot, Raymond Savignac und Hervé Morvan erfinden das Plakat nach dem Krieg mit einer einfacheren, humorvolleren Bildsprache neu. „Bonjour Paris“ (Villemot, 1956), „Bally“ (Villemot, 1979), „Aspirine“ (Savignac, 1956). Der allmähliche Übergang von der gemalten zur vektorbasierten Illustration.

Die Wende zur Fotografie und das Ende der kommerziellen Illustration (1970-2000)

Ab 1970 ersetzt die Fotografie in der Werbung zunehmend die gemalte Illustration. Das illustrierte Plakat wird zur Randerscheinung, die Galerien und Sammlern vorbehalten bleibt. Genau diese Lücke schafft den heutigen Markt für Plakat-Reproduktionen: Brunelia steht in direkter Linie zu den großen Plakatkünstlern vor 1970.

Das zeitgenössische Revival (seit 2000)

Seit 2000 erlebt das illustrierte Plakat ein starkes Comeback, getragen von der Deko-Welle und der Begeisterung für Retro. Zeitgenössische Studios, unabhängige Illustratoren und Marken wie Brunelia lassen die Bildsprache der Jahre 1920 bis 1950 mit modernen Drucktechniken wiederauferstehen.

Das französische Werbeplakat ist eine der wenigen grafischen Kunstformen, die ein ganzes Jahrhundert überdauert haben, ohne an Lesbarkeit zu verlieren. Ein Cassandre-Plakat aus dem Jahr 1927 funktioniert auch heute noch visuell, weil es auf zeitlosen Prinzipien beruht: Farbflächen, weiche Geometrie, handgezeichnete Typografie.

Mehr über Roger Broders erfährst du in unserem vollständigen Artikel über den PLM-Illustrator. Sieh dir auch unseren Guide zu den 20 Plakaten, die Geschichte geschrieben haben an.

Das Poster zu dieser Textstelle

Poster Frau in goldenem Paillettenkleid unter einem Ballsaal-Kronleuchter

ab 19,95 €

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Gestalte diese Wand

3 Poster aus dem Artikel, in Originalgröße

Affiche femme en robe à pois choisissant une chanson au jukebox : l'affiche entière
A3 · 29,95 €
Affiche femme en robe dorée à paillettes sous un lustre de bal : l'affiche entière
A2 · 39,95 €
Affiche femme glamour en robe noire et bijoux dorés : l'affiche entière
A3 · 29,95 €
Sofa 200 cm

Die 3 Poster: 99,85 €

Häufige Fragen

Das fragst du uns oft

Wer hat das moderne Werbeplakat erfunden?

Jules Chéret (1836-1932) mit seinen farbigen Werbe-„Chérettes“. Toulouse-Lautrec (1864-1901) führte diese Bildsprache für das Moulin Rouge fort.

In welcher Epoche erlebte das französische Plakat seine Blütezeit?

1920 bis 1950. Die Bahngesellschaften PLM und SNCF beauftragten Cassandre, Roger Broders und Jean Dupas damit, französische Reiseziele zu bewerben.

Welcher Stil prägt das Werbeplakat der 1930er Jahre?

Der Art déco. Geometrische Formen, Goldverzierungen, stilisierte Silhouetten, serifenlose Typografie. Er prägt den Großteil der aktuellen Kollektion.

Was kostet ein authentisches Plakat aus der Epoche?

Der Preis eines alten Plakats hängt vor allem vom Künstler, der Auflage, dem Erhaltungszustand und der Herkunft ab. Für ein bestimmtes Werk lohnt sich der Blick in eine spezialisierte Galerie oder in Auktionsergebnisse. Für die Deko solltest du zwischen einem authentifizierten Originalplakat, einer gekennzeichneten Reproduktion und einer zeitgenössischen Illustration im Retro-Stil unterscheiden.

Warum ist das Plakat wieder in Mode gekommen?

Durch das Vintage-Revival der 2010er Jahre ist es bei Sammlern und Liebhabern erwachsener Deko gefragt. Die klare grafische Sprache und die kulturelle Patina Frankreichs machen es zu einem Stück, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.